Termine

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Bitte merken Sie sich folgende Termine vor:

 

14. Januar 2026, 19:30 Uhr Bürgerhaus Pullach
Mitgliederversammlung 2025 des Pullacher Geschichtsforums e.V. mit Wahlen

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4. März 2026, Bürgerhaus Pullach, 19:30 Uhr
Vortrag
Musik und Macht: Karl Blessinger – ein Beispiel für Indoktrinierung über Musik
Referentin: Prof.in Dr.in Yvonne Wasserloos, Mozarteum Salzburg

Der Musikwissenschaftler Dr. Karl Blessinger (1888-1962) lebte seit den 1920er Jahren in Pullach. Er lehrte zunächst als Dozent, später als Professor an der Akademie für Tonkunst München.
Sein Wirken ist ein Beispiel für die Indoktrinierung des musikalischen Nachwuchses.
Er ist als starker Verfechter und überzeugter Träger der NS-Ideologie einzuordnen.
Diese Haltung prägte nicht nur sein musikalisches Schrifttum, sondern auch seine Tätigkeit als Lehrender. Seine Studierenden in München konfrontierte er in seinem Unterricht mit entsprechenden antisemitischen und rassistischen Inhalten, wodurch er musikalische Lehrinhalte politisch instrumentalisierte.
Der Blick auf Blessinger zeigt beispielhaft die Indoktrinierung der Jugend über Musik in der NS-Diktatur auf.
In Pullach war Blessinger ab 1934 Mitglied im gleichgeschalteten Gemeinderat; er betätigte sich vielfach als Propagandaredner für das NS-Regime.

Die Referentin: Die Musikwissenschaftlerin Prof.in Dr.in Yvonne Wasserloos lehrte von 2017 bis 2022 an der Hochschule für Musik und Theater in Rostock. Seit 2022 ist sie Professorin an der Universität Mozarteum Salzburg und forscht u.a. zum Thema „Musik und Macht – Dimension und Kontext“. 2025 erhielt Sie den Hauptpreis für Wissenschaft und Forschung des Salzburger Kulturfonds.

Die Akademie für Tonkunst befand sich im Konzerthaus „Odeon“, erbaut 1826-28 durch Leo von Klenze; im 2. Weltkrieg wurde es stark beschädigt (Bild von 1946).
Quelle: © Bildarchiv Foto Marburg, Aufnahme-Nr. LA 958/4

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29. April 2026, Bürgerhaus Pullach, 19:30 Uhr
Vortrag
Das Münchner Heilig-Geist-Spital und die Anfänge von Großhesselohe
Referent: Dr. Manfred Peter Heimers, München

Der Pullacher Ortsteil Großhesselohe entstand weitgehend auf dem Grund des gleichnamigen Guts, das über Jahrhunderte im Besitz des Münchner Heilig-Geist-Spitals war. Bis heute haben sich davon einige Gebäude erhalten, vor allem das Herrenhaus („Montgelas-Schlösschen“) und die kleine Dreifaltigkeitskapelle. Auch das Wirtshaus hat eine lange Vorgeschichte.

Während die anderen Gutsgebäude seit der Säkularisation häufig die Besitzer wechselten, gehört die Kapelle bis heute der Heilig-Geist-Stiftung, die von der Stadt München verwaltet wird.

Warum wurde das Heilig-Geist-Spital im 13. Jahrhundert eingerichtet? Was waren seine Aufgaben? Wie veränderten sich diese im Lauf der Zeit? Wie wurde es finanziert? Warum betrieb das Spital ein Gut im Isartal? Wieso besteht die Stiftung bis heute und hat immer noch eine Kapelle in Großhesselohe?

Der Referent: Dr. Manfred Peter Heimers hat von 2020 bis 2023 das Münchner Stadtarchiv geleitet und forscht seit Jahrzehnten zur Geschichte Münchens.
Seit 2025 ist er 1.Vorsitzender des Historischen Vereins von Oberbayern.

Die Dreifaltigkeitskapelle und die Waldwirtschaft – ehemals Gut Großhesselohe (Bild: Pullacher Geschichtsforum)

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